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» Faserverbundtechnologie / Composites
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Ihr Expertenteam
Prof. Dr.-Ing. Wilm F. Unckenbold ist seit 2007 Professor für Strukturmechanik der Faserverbundwerkstoffe an der PFH Private Hochschule Göttingen. Der 48-Jährige gilt als herausragender Kompetenzträger in der Welt der "Faserverbundwerkstoffe". Seine Karriere begann der Experte auf dem Gebiet der CFK-Technologie nach Studium und Promotion an der TU Clausthal beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und bei der INVENT GmbH. Seit 2004 hatte er im Auftrag der Sperlich GmbH die Geschäftsstelle des CFK-Valley Stade e.V. geleitet.
Prof. Dr.-Ing. Marc Siebert ist seit 2008 Professor für die "Technologie der Faserverbundwerkstoffe" an der PFH Private Fachhochschule Göttingen. Der 40-Jährige studierte Maschinenbau an der Universität Kassel und war von 2001-2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel tätig. Ende 2003 gründete er seine eigene Firma, die sich auf die Entwicklung und Fertigung von maßgefertigten Fahrradrahmen und Rollstühlen aus kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen spezialisiert hat. Anfang 2006 schloss der gebürtige Kasseler seine Promotion im Fachgebiet Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde ab und erhielt einen Lehrauftrag an der Universität Kassel zum Thema "Verbundwerkstoffe und Werkstoffverbunde für Sportgeräte und Rehabilitationsmittelbau".
Jochen H. Aye ist technischer Trainer für Faserverbundwerkstoffe an der PFH Private Hochschule Göttingen
» IHK-Fachkraft Faserverbundwerkstoffe / CFK
Seminarziel
Kaum eine andere Technologie bietet branchenübergreifend eine so rasante Entwicklung und enormes Potenzial wie der Faserverbund-Leichtbau. Für den Einsatz von faserverstärkten Kunststoffen (GFK und CFK) wird ein Wachstum von mehr als 5 % pro Jahr vorhergesagt. Eine Ursache ist die im Vergleich zu Aluminiumbauweisen mögliche Gewichtsreduzierung um bis zu 30 %. Die Marktentwicklungen in führenden Branchen wie dem Automobil- und Flugzeugbau, dem Schienenfahrzeug- und Schiffbau sowie dem Windenergieanlagenbau erfordern einen hohen Bedarf an Fachkräften. Ziel des IHK Zertifikatslehrgangs ist es, fachübergreifende Kenntnisse von der Auslegung bis hin zur praxisrelevanten Recyclingstrategie zu entwickeln.
Seminarinhalte
Grundlagen der Faserverbundwerkstoffe
Der Aufbau der Faserverbundwerkstoffe ist üblicherweise durch Fasern hoher Festigkeit und Steifigkeit gekennzeichnet, die mit definiertem Faservolumengehalt in eine Matrix eingebettet werden. In diesem Baustein werden die grundlegenden Kenntnisse der Faser- und Matrixkomponenten vermittelt.
- Heutige und zukünftige Anwendungen von Faserverbundstrukturen
- Matrixmaterialien wie Epoxidharze, ungesättigte Polyesterharze und Vinylesterharze
- Hilfs- und Zusatzstoffe der Matrixmaterialien
- Viskoelastizität
- Fasermaterialien
- Aufbau der Faserverbundwerkstoffe
Herstellungsverfahren für Faserverbundstrukturen
Im Gegensatz zu Metallkonstruktionen erfolgen die Werkstoffherstellung und der Formgebungsprozess bei der Fertigung von faserverstärkten Strukturen simultan. Zu diesem Zweck sind speziell auf die Fertigung von Faserverbundwerkstoffen angepasste Herstellungstechnologien entwickelt worden, wobei der Fokus insbesondere bei der Verarbeitung von langfaserverstärkten Strukturen liegt. In diesem Baustein werden die wesentlichen Fertigungsverfahren in der Praxis vorgestellt.
- Bearbeitung von FVK
- Übersicht über die Herstellungsverfahren
- Handlaminierverfahren, Wickeltechnik, Prepregtechnik, Nasspressverfahren, RTM-Verfahren, Modified Vacuum Injection (MVI), Differential Pressure Resin Transfer Moulding (DP-RTM)-Verfahren, Structural Reaction Injection Moulding (S-RIM)-Verfahren
Werkstoffprüfung und Reparaturverfahren für Faserverbundstrukturen
Die faserverbundspezifischen Schädigungen wie Zwischenfaserbrüche und Faserbruch können oftmals nicht mit bloßem Auge identifiziert werden. Vor diesem Hintergrund kommt der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und der daran anschließenden Reparatur von Faserverbundstrukturen eine große Bedeutung zu. In diesem Baustein werden die heutigen und zukünftigen Möglichkeiten der Schadensdetektion und Reparatur von Faserverbundstrukturen anhand von praxisnahen Beispielen vorgestellt.
- Bestimmung des Faservolumen- und Harzgehaltes
- Fehlererkennung, Fehlerdefinition, Prüfmethode
- Statische Belastungen (Zug-, Druck-, Biege-, Langzeitbelastungen), Dynamische Belastungen (Dauerschwingversuch, Wöhlerkurve)
- Qualitätsmanagement (Qualitätsmerkmale, Prüfpläne)
- Reparaturmaßnahmen
Werkstoffeigenschaften und Berechnung eines Mehrschichtverbundwerkstoffes
In Kombination mit einer Vielzahl an Halbzeugen für Faserverbundwerkstoffe führen die materialspezifischen Eigenschaften zu völlig neuen Gestaltungsmöglichkeiten, die jedoch eine aufwändige und neuartige Auslegungsphilosophie verlangen. Hierbei steht die Kenntnis des spezifischen Verformungsverhaltens von richtungsabhängigen (anisotropen) Werkstoffen im Vordergrund. In diesem Baustein werden die grundlegenden Kenntnisse der Berechnung und Auslegung von Faserverbundstrukturen vermittelt.
- Grundlagen der Berechnung von Faserverbundstrukturen
- Mischungsregeln
- Bestimmung der Fasereigenschaften, Einführung der Steifigkeit/Nachgiebigkeit, ein- und mehrdimensionales Tragwerk, Elastizitätsgesetz für ein zweidimensionales Tragwerk
- Transformation der UD-Schicht, Transformation der Ingenieurkonstanten, Polardiagramm, Stoffgesetz des Mehrschichtverbundes
- Kurzschreibweisen für die Laminataufbauten wie Anisotropes Laminat, Ausgewogenes Laminat, Symmetrisches Laminat, Symmetrisch ausgewogenes Laminat, Symmetrisch-Antimetrisches Laminat und Quasi-Isotrope Laminate
Umwelteinflüsse und Recycling
Die Prüfung von Faserverbundwerkstoffen mit polymerer Matrix unter Laborbedingungen ergibt häufig andere mechanische Eigenschaften als die bei einer Belastung unter Betriebsbedingungen. Ursachen hierfür können Umwelteinflüsse sein, die mit einer Veränderung der Werkstoffeigenschaften infolge von Feuchtigkeitsaufnahme, Wärmeeinwirkung und kosmischer Strahlung einhergehen. Mit Blick auf die wachsenden Märkte für Faserverbundwerkstoffe sind darüber hinaus wirtschaftlich tragfähige Konzepte auch für das stoffliche Recycling zunehmend erforderlich. In diesem Baustein werden die wesentlichen Grundlagen der Werkstoffdegradation infolge von Umwelteinflüssen und der praxisrelevanten Recyclingstrategien vorgestellt.
- Umwelteinflüsse auf Faserverbundwerkstoffe wie Feuchtigkeit, Temperatur und Strahlenbelastung
- Recycling von Faserverbundwerkstoffen
- Kunststoff-Recyclingstrategien wie Bauteilrecycling, stoffliches Recycling, chemisches Recycling und thermische Verwertung
- Absatzmärkte für Recyclate
Praktische Ausbildung (Laborübungen)
Das an den vorangegangenen Tagen erworbene Wissen wird anhand von praktischen Laborübungen im Ausbildungszentrum der Airbus Deutschland GmbH in Stade vertieft.
Zielgruppe
Meister/innen verschiedener Fachrichtungen oder andere technische Fachkräfte aus der Kunststoffver- oder -bearbeitung, die in den Wachstumsmarkt Faserverbund-Leichtbau einsteigen wollen.
Abschluss
Absolventen haben die Möglichkeit, das Zertifikat „IHK-Fachkraft für Faserverbundwerkstoffe/CFK“ der IHK und der mtec-akademie an der PFH zu erwerben. Voraussetzung dafür ist neben der Teilnahme an allen Tagen das erfolgreiche Bestehen des Abschlusstests am Lehrgangsende (schriftlicher Test und ggf. Fachgespräch).
Termine & Seminarzeiten
Mo.-Sa., 04.-09.06.2012,
Mo.-Sa., 03.-08.09.2012
jeweils Montag-Freitag 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Samstag 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Veranstaltungsort
PFH Campus Stade
Airbusstraße 6
21684 Stade
Teilnahmegebühr
1.380 €
Der Lehrgang ist als Bildungsurlaub anerkannt.
Anmeldung
Für die Anmeldung zu einem Seminar füllen Sie das folgende Formular aus oder nutzen Sie das PDF-Formular und senden es per Fax unter der Nummer +49 (0)551-82000-191 an uns zurück.

